Margriet Verzijl, Lautenistin, Lautendozentin und Ensembledirektion.

Margriet Verzijl erhielt ihre Ausbildung am Utrechter Konservatorium in Utrecht. Darüber hinaus absolvierte sie das Studium für Ensembledirektion und folgte Meisterklassen bei u.a. Hopkinson Smith und Paul O’Dette. Sie war als Lautendozentin am Utrechter Konservatorium tätig. Momentan arbeitet sie als Lautendozentin am UCK: Utrechts Centrum voor de Kunsten (Utrechter Zentrum der Künste).
Margriet Verzijl ist spezialisiert in Renaissance und Barockmusik für Sololauten und Theorben.
Sie gibt im In- und Ausland Solokonzerte mit allen Arten von Lauten wie die 6-, 7-, 8- und 10-chörigen Renaissance-Laute, 11- und 13-chörige Barocklaute, die italienische und französische Theorbe. Auch gibt sie Konzerte mit Vorträgen über alle Arten von Lauten.
Sie hat Erfahrung im Begleiten von Chören, Vokalisten und Instrumentalisten und hat an der Aufführung vieler Barock-Opern mitgearbeitet. Sie spielte bei Festivals und hat an Rundfunk- und Fernsehaufnahmen teilgenommen. Ferner organisiert sie Workshops und Konzerte mit Vorträgen bei Musikfestivals und musikalischen Events.
Margriet Verzijl spielt in den Ensembles Testudo, La Dispute de l’Amour und Musica Antiqua Delft. Auch ist sie, zusammen mit dem Cembalisten Karel Smagge, Gründerin und künstlerische Leiterin des Ensembles „Musica del Seicento“. In diesem Zusammenhang bietet sie auch Workshops an über die zeitgenössische Ausübung der Musik im 16. und 17. Jahrhundert.
Im Rahmen des Utrechter Zentrum für die Künste übt sie eine umfangreiche Unterrichtspraxis mit Interessierten aus den ganzen Niederlanden aus. Vom UCK aus organisiert sie Projekte, in denen Instrumentalisten und Sänger zusammen ein Werk ausführen und Kenntnisse über die historische Ausführungspraxis erwerben können.
Im kommenden Unterrichtsjahr 2015-2016 werden die Oper Dido und Aeneas von Henry Purcell aufgeführt. Daneben bietet Margriet Verzijl Unterrichtskurse für Basso continuo für Lautenisten, Cembalisten und Harfenisten an. Außerdem verleiht sie verschiedene Formen von Lauten und berät bei der Anschaffung oder beim Neubau eines Instruments.
Lautenunterricht
Margriet Verzijl erteilt individuellen Unterricht für Renaissance-Laute, Barock-Laute, Theorbe oder Vihuela.
Es gibt verschiedene Unterrichtsmöglichkeiten.
A. Einen Jahreskurs
B. 10- oder 20-Unterrichtseinheitenkarte. Die Unterrichtstermine werden nach
Vereinbarung festgelegt.
C. Für Kinder ab 9 Jahren gibt es einen „Ich möchte gern mal Laute spielen“-Kurs.
D. Einen Einführungskurs (kurz) für diejenigen, die eine Laute ausprobieren
möchten.
Sie kennen die Laute zweifellos von den Gemälden unserer alten Meister. Im 16. Und 17. Jahrhundert wurde in ganz Europa in allen Schichten der Bevölkerung Laute gespielt. Es gibt heutzutage vorzügliche Lautenbauer, die ganz den alten Regeln gemäß wieder ausgezeichnete Instrumente bauen. Schön anzusehen und ein Genuss fürs Ohr.

Wenn Sie zunächst mal ausprobieren möchten, wie es ist, Laute zu spielen, dann gibt es die „Einführungskurse“ für Erwachsene und „Ich möchte gern mal Laute spielen“-Kurse für Kinder. Es handelt sich hierbei um Kurse mit kürzeren Unterrichtszeiten als die Unterrichtseinheitenkarten und die Jahreskurse.
Während der Unterrichtstunden wird u.a. einer guten stilgerechten technischen Grundlage, dem Lesen verschiedener Tabulaturen und Einsicht in die kulturellen Hintergründe der verschiedenen Musikstile und Handschriften Aufmerksamkeit gewidmet.
Aber an erster Stelle geht es um die Freude am Musizieren und um das Interpretieren alter Musik auf einem historischen Instrument.
Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Unterrichtsinhalte sind sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet. Auch ein Anfang in einem höheren Alter ist dabei gar kein Problem.
Die Unterrichtsstunden finden normalerweise einmal wöchentlich statt, aber neben einer anspruchsvollen Arbeitstätigkeit oder einem Studium würde ein 2-wöchiges Unterrichtsschema sich möglicherweise eher anbieten. Neben dem Unterricht gibt es auch die Möglichkeit, mit anderen Lautenisten zusammenzuspielen (z:B. die wunderbaren Duette für zwei gleichgestimmte Renaissance-Lauten) oder an Basso continuo-Unterrichtsstunden teilzunehmen oder das Spielen aus einem bezifferten Bass zu lernen. Das entwickelt die Fähigkeit, in verschiedenen Renaissance- und Barockensembles mitzuspielen und Instrumentalisten und Sänger zu begleiten.
Im Utrechter Zentrum der Künste wird alljährlich eine Barock-Oper aufgeführt.
Immer wieder ein großes Fest und eine schöne Erfahrung für Lautenisten.
Basso continuo
Es handelt sich hierbei um einen Kurs für Lautenisten, Harfenisten, Cembalisten und andere, die aus einem bezifferten Bass spielen lernen wollen. Ein Muss für Renaissance- und Barockliebhaber, die begleiten und zusammenspielen wollen. Es gibt einen Kurs für Anfänger und für Fortgeschrittene. Fortgeschrittene, die
schon in der Lage sind, eine Bezifferung zu lesen und in die Praxis umsetzen zu können, arbeiten bereits seit einem Jahr an der Oper von G.F. Händel (siehe oben).
Für mehr Informationen und Anmeldung: www.uck.nl
Lautenverleih
Während der Renaissance- und Barockzeit sind ziemlich viele unterschiedliche Lautenformen entwickelt worden. Jedes Instrument hat seinen eigenen Charme und sein eigenes musikalisches Idiom. Die Anschaffung einer Laute ohne Vorkenntnisse kann daher manchmal zur Enttäuschung führen. Es empfiehlt sich daher eher, um sich während der ersten Unterrichtsperiode ein Instrument zur Probe auszuleihen, bevor Sie sich eine Laute anschaffen. Margriet Verzijl bietet sowohl Renaissance- als auch Barocklauten zum Verleih an.
Während der Unterrichts- bzw. Leihperiode gibt es eine ausführliche Beratung über die Anschaffung von Studienlauten und/oder professionelle Lauten (neu oder gebraucht) und über Lautenbauer im In- und Ausland.
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